Positionierung bedeutet für mich Klarheit – Simone Maader

Interview mit Simone Maader, Content-Strategin und Texterin

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Verena Voges: Hallo Simone! Schön, dass du da bist und mit mir den Auftakt machst, zu meinen neuen Businessgeschichten im neuen Format: 14 Fragen, die ich stelle zu Positionierung und Marketing. Fangen wir direkt an, steigen wir ins Thema ein:

Wie lautet denn deine Positionierung?

Simone Maader: Ich bin Simone Maader und als Texterin und Content Strategin mache ich dir mit treffenden Inhalten das Online-Leben leichter. Ich befreie dich von „Bla bla“, von Content-Chaos und stattdessen bekommst du von mir überzeugende Inhalte, passende Strukturen und kluge Strategien an die Hand.

Was bedeutet denn Positionierung für dich?

S: Also in erster Linie Klarheit. Das klingt vielleicht jetzt so ein bisschen abgedroschen, irgendwie Klarheit als Schlüssel zu allem. Aber das ist tatsächlich so. Für mich ist das wichtig, Klarheit also einmal über mich zu haben durch die Positionierung, über meine Kunden aber auch über mein Angebot. Ohne meine Positionierung könnte ich überhaupt nicht richtig arbeiten, weil ich gar nicht wüsste, wem ich was wie verkaufen kann und soll.

Wie bist du denn auf deine konkrete Positionierung gekommen?

S: Ich bin nicht so sicher, ob nicht vielleicht meine Positionierung mich gefunden hat, ehrlich gesagt. (beide lachen)

V: Auch ein guter Dreh! (lacht)

S: Also ja genau. Ich habe die nicht wirklich ich habe die nicht wirklich gesucht. Deswegen habe ich sie auch nicht gefunden. Die es mehr so zu mir gekommen.

Wenn du an den Weg zu Deiner Positionierung zurückdenkst, gab es da Punkte, die dir besonders schwer gefallen sind? Oder alles kurz und schmerzlos?

S: Nee, der war relativ lang tatsächlich und ich bin selbständig seit Anfang 2008 und hab das gemacht, was ganz viele machen. Ich habe nämlich mit dem Bauchladen gestartet und erstmal alles angeboten. Also ich bin ja gelernte Journalistin ursprünglich und ich habe erstmal alles angeboten was irgendwie mit Text und PR zu tun hat, weil das war das, wo ich sicher war und wo ich mich auskannte damals zu der Zeit. Und deswegen die Positionierung hat mich gefunden, also ich hab dann irgendwann gemerkt, bestimmte Dinge kann ich zwar, die machen mir aber gar nicht so viel Spaß. Dann gibt es Kunden mit denen kann man zwar Geld verdienen, aber da machen die Kunden irgendwie auch keinen Spaß.
Und so haben habe ich dann irgendwie festgestellt, da gibt es noch andere Möglichkeiten. Also ich muss nicht mit so einem Bauchladen und etwas unstrukturiert mit so einem großen bunten Blumenstrauß an Angebot rausrennen und jedem alles verkaufen wollen. Es wird einfacher, wenn ich weiß, wer das kriegen soll und was ich tatsächlich gerne machen mag - also die Dinge, die mir Spaß machen mit den Leuten, die mir Spaß machen. Und genau das hat sich im Laufe der Zeit einfach entwickelt. Deswegen hat meine Positionierung eher mich gefunden.

Hattest du dann an irgendeinem Punkt Angst, dass das zu einseitig ist oder dass du damit zu eng aufgestellt bist?

S: Ja, also zu Anfang hatte ich definitiv Angst zu eng aufgestellt zu sein. Ich glaube, das geht auch ganz vielen so ne, dass man glaubt, wenn ich dieses nicht mehr anbietet also dann kann ich damit auch kein Geld verdienen und das ist ja letztlich das was wir alle wollen. Von daher ist mir das schon zu Anfang irgendwie schwer gefallen zu sagen „Okay, ich mach bestimmte Sachen einfach nicht mehr.“. Und im Laufe der Zeit ist es immer weniger geworden oder es ist immer mehr geworden, was ich nicht mache - so rum. Also, das Angebot ist immer weiter zusammengeschrumpft auf so den Kern dessen was ich jetzt mache, nämlich Website Texte überwiegend und Content Strategien beziehungsweise Content Beratung. Auf der anderen Seite mag ich mich aber auch nicht zu sehr einschränken. Also, ich hätte jetzt keine Lust eine Positionierung zu haben die sich beschränkt zum Beispiel auf … sagen wir mal … nur Inhalte aus dem Gesundheitsbereich oder irgendwie sowas. Also das wäre mir wiederum zu eng. Da hätte ich keine Lust jahrelang über dasselbe Thema zu schreiben oder immer mehr Ideen für die für die gleichen Themen auszudenken. Also Abwechslung – ja, thematisch, aber beschränkt eben auf einem bestimmten Bereich von Produkten, die ich anbiete.

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Was ist der für dich größte Vorteil einer klaren Positionierung?

S: Ja, jederzeit zu wissen, wer ich bin, was ich genau anbiete und das dann auch wirklich klar kommunizieren zu können.

Wie überprüfst du oder überprüfst du überhaupt regelmäßig, ob deine Positionierung noch passend für dich ist?

S: Ich überprüfe das tatsächlich nicht (nicht) wirklich. Also schon gar nicht mit irgendwie einem Plan. Das ist eher ein Bauchgefühl. Also wenn ich, zum Beispiel, auf Veranstaltungen bin, beziehungsweise jetzt in den Zeiten dann in irgendwelchen Online-Veranstaltungen bin und wir haben Vorstellungsrunden und ich brauche quasi meinen Elevator Pitch, dann merke ich bei sowas, ob sich da irgendwie was komisch anfühlt, ob sich inhaltlich was verschoben hat. Und das ist gar nicht so, dass es große Änderungen gibt, sondern das sind oft eher so die Kleinigkeiten, wo ich denke „Ah, hier kann man nochmal justieren und da kann man nochmal justieren.“, aber es ist nicht so, dass ich da jetzt strategisch ran gehe und überprüfe genau - passt das noch oder passt das nicht? Also, es ist eher wirklich eine Bauchentscheidung, wo ich dann denke „Vielleicht mehr in die Richtung oder vielleicht mal mehr das ausprobieren.“ So.

V: Okay.

S: Also das Grundgerüst steht.

Mit welchen Menschen arbeitest du am liebsten zusammen, also wer ist im Prinzip deine Zielgruppe?

S: Ja, die ist bei mir gar nicht festgelegt auf „die müssen so und so alt sein“ und irgendwie diesen demografischen Daten entsprechen et cetera. Ich arbeite vor allen Dingen gerne mit Menschen zusammen, die verstanden haben, dass ihre Website mal als erstes das Fundament all ihrer Online-Aktivitäten, ihrer Online-Kommunikation ist. Und die wissen, dass Social Media nicht irgendein Spielkram sind, sondern eine supergute Möglichkeit, um mit Kunden in Kontakt zu kommen. Also bei meinen Lieblingskunden ist es mehr so die ja die Haltung, die dahinter steckt und mit der sie an die Arbeit ran gehen. Also ich habe kein Interesse daran, meine Kunden zum Jagen zu tragen, die müssen von sich aus wollen und Lust haben, mit mir solche Sachen zu erarbeiten - die Social Media Kanäle aufzubauen oder eine Website neu aufzusetzen, was die Inhalte angeht und solche Sachen.

Woher weißt du für dich, was du im Marketing tust?

S: Also Ausgangspunkt ist für mich immer meine Zielgruppe, beziehungsweise generell das Ziel, was ich mit den jeweiligen Marketingaktivitäten erreichen will. Ich poste manchmal ganz gern Zitate da ist eins von Seneca dabei, das mag ich sehr gerne und das passt in dem Zusammenhang: „Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der Richtige.“ Das ist halt einfach so, wenn ich kein Ziel habe und nicht wirklich weiß, was ich zum Beispiel auf LinkedIn erreichen möchte und wen ich da erreichen will, dann rudere ich da planlos in der Gegend rum und deswegen ist für mich immer die Zielgruppe das Entscheidende. Also zu gucken, wen von den Menschen, mit denen ich gerne arbeite, erreiche ich zum Beispiel eher bei Instagram? Wen erreiche ich bei LinkedIn? Mit welchen Inhalten erreiche ich die dort? Und welche Ziele möchte ich für mich dort ähm dann auch wiederum erreichen können? So also das ist es: Zielgruppe und meine eigenen Ziele und das in Einklang zu bringen. Und dann weiß ich auch, welche Aktivitäten dafür wichtig sind. Und dann kommt noch dazu, dass es bestimmte Dinge gibt, die mir nicht gefallen, um es mal so platt zu sagen. Und die mache ich dann einfach nicht, obwohl sie vielleicht funktionieren würden, aber die sind dann die passen nicht zu mir. Klassisches Beispiel ist der Newsletter. Ich bin einfach kein Newsletter-Typ. Ich lese die nicht. Ich mag die auch nicht schreiben - also nicht für mich, deswegen gibt es bei mir inzwischen keinen mehr. Also das ist auch noch so eine Sache - also, dass, was ich an Marketingaktivitäten mache, muss mir letztlich auch Freude machen. Weil dann funktioniert es auch.

V: Ja, das sind super Ansatz. Wenn du jetzt auf diese verschiedenen Marketingaktivitäten, die du machst, blickst, was ist denn da so das, wo du sagst „Ach, da geht mir das Herz auf.

Was ist Deine Lieblings-Marketingaktivität?

S: Social Media tatsächlich, also ich bin wahnsinnig gerne auf LinkedIn und auf Instagram unterwegs. Und das ist ja, das ist eigentlich das, was mir besonders große Freude macht und dann, also das ist halt auch was, was ich jeden Tag mache. Was ich auch sehr liebe, ist mein Blog. Das ist 2020 ein wenig zu kurz gekommen. Das wird in diesem Jahr wieder etwas mehr gepusht. Also das mache ich auch sehr gerne. Die sozialen Netzwerke mag ich deswegen lieber, weil ich gern den aktiven Austausch habe und schön dicht an meinen Kundinnen und Kunden dran sein kann und an Netzwerkkolleginnen und -kollegen und einfach ja Austausch habe, genau weiß, was will mein Gegenüber, was brauchen die Menschen, was ist vielleicht auch gerade Thema - solche Punkte. Deswegen mag ich es so gern.

V: Nun bist du ja auch schon eine Weile selbstständige Unternehmerin.

Was begeistert dich denn am meisten daran? Also sowohl in deinem Business als auch an deinem Business?

S: Also an meinem Business, dass ich frei und selbstbestimmt arbeiten kann. Das ist mir sehr, sehr wichtig. Dann finde ich es großartig, dass es im Online-Bereich keinen Stillstand gibt. Also ich fände es wahnsinnig langweilig in einem Bereich zu arbeiten, in dem sich einfach nichts entwickelt, außer einen Aktenordner von links nach rechts zu bewegen oder so. Also Stillstand finde ich ganz grauenvoll, von daher ist Online-Kommunikation eigentlich genau mein Ding. Ja und dann finde ich es super, dass ich mit etwas Geld verdienen kann, was mir einfach große Freude macht und das Ganze dann auch noch mit Kundinnen und Kunden, die ich total gerne mag und ja … die einfach mal richtig, richtig toll sind, so.

V: Hin und wieder passieren ja Fehler. Gerade in Deutschland ist ja eine Anti-Fehler-Kultur, würde ich mal sagen. Aber Fehler passieren durchaus.

Wenn du jetzt zurückblickst auf dein Selbständigen-Dasein - aus welchen Fehler hast du am meisten gelernt?

S: Also es gibt, glaube ich zwei - also so Riesenfehler sind es gar nicht, aber es hat mich …

V: Es können ja auch kleinere Dinge sind.

S: Ja, genau. … es ist eher etwas Kleineres, aber es hat mich irgendwie Zeit und Nerven gekostet und ich habe relativ lange gebraucht, um zu verstehen, dass es schlau gewesen wäre, es anders zu machen.

Das eine ist halt der Bauchladen, mit dem ich angefangen hab. Das war schon doof. Das hätte ich einfacher haben können, wenn ich damals gewusst hätte, wie … also ich weiß gar nicht … 2008 der Begriff Positionierung oder Personal Branding und so etwas - das ist mir damals am Rande begegnet, aber das war nicht so präsent, wie es das heute ist. Und es war mir irgendwie nicht wirklich klar, wie wichtig das für mich ist. Also Positionierung, Marke und sowas - das waren immer Dinge, wo ich dachte „Das ist Coca-Cola und so, aber nicht ich.“ Und der zweite Punkt ist, alles selber machen wollen. Das ist auch nicht so schlau.
Da kann man ziemlich viel Zeit bei verbraten und ich hab zum Beispiel inzwischen so die Technik-Sachen abgegeben, auf die ich keine Lust habe oder selbst, wenn ich Lust habe, die mich einfach zu viel Zeit kosten. Also mein Blog ist gerade frisch aufgesetzt worden und in dem Zuge habe ich direkt die komplette technische Betreuung dahinter abgegeben. Ich mag mir keine Gedanken mehr machen müssen über irgendwelche Updates von Plug-Ins, über Speicherung von Backups und diesen ganzen Kram. Das läuft einfach und ich muss „nur“ meine Texte schreiben. Also nicht alles selber machen zu wollen, ist sicherlich auch ein guter Punkt.

Auf welche drei Dinge könntest du im Arbeitsalltag nicht verzichten?

Also Computer, Internet, Telefon ne jetzt mal außen vor gelassen, sondern vielleicht an irgendwelchen Tools oder deiner Arbeitsumgebung? Was ist dir da besonders wichtig?

S: Ich brauche es hell, habe ich festgestellt. Also ich brauche einen hellen Arbeitsplatz mit viel Licht, Bleistift und Notizbuch … also bei aller Liebe zum Digitalen - das brauche ich nach wie vor. Ich arbeite total gerne und viel mit Papier und Bleistift und mache mir Skizzen, also Sketch Notes würde ich das jetzt nicht nennen. Das ist ein bisschen zu hoch gegriffen, aber ich mal halt gerne auf Papier und mache mir so solche Notizen. Das kann ich besser als das online zu machen. Und Tools … ich möchte auf gar keinen Fall auf meine Automatisierungstools verzichten. Also für Instagram zum Beispiel habe ich Planoly. Das ist ganz großartig, weil ich mir schlecht vorstellen kann, wie neun geplante Beiträge in der richtigen Reihenfolge im Feed dann hinterher aussehen. Da kann ich es mir vorher angucken. Also das ist für mich auch unverzichtbar. Da bin ich wirklich ein bisschen überfordert. Trello liebe ich auch sehr. Da läuft im Grunde meine ganze Content-Planung drin. Und genau … also Automatisierungstools … Trello und das ist es eigentlich schon. Also viel mehr brauch ich nicht. Also wenn ich Telefon, Computer, Internet hast du gerade ausgeschlossen ...

V: Ja. (lacht)

S: … aber ansonsten viel mehr brauche ich eigentlich nicht. Also es ist relativ überschaubar.

Gibt es einen Tipp, den du anderen Unternehmerinnen und Unternehmern geben kannst in puncto Positionierung?

S: Ja - lasst den Punkt nicht aus! (lachen beide) Also kümmert euch um die Grundlagen und schafft erst mal eine klare Positionierung, weil dann halt alle anderen Aktivitäten und Maßnahmen viel, viel, viel leichter von der Hand gehen.

V: Ja.

S: Ich glaube, das ist ein sehr, sehr unterschätzter Punkt. Ich habe das auch kolossal unterschätzt lange Zeit in den ersten Jahren und bin heute froh, dass ich um den Wert dessen weiß.

V: Ja, super. Vielen Dank, Simone für die Beantwortung der 14 Fragen. Wenn jetzt jemand mehr von dir wissen möchte oder denkt „Ach, ich brauche auch mal irgendwie Push in meinem Content Marketing oder Content Strategie oder neue Texte für meine Webseite.“ Wo findet man dich denn?

S: Fast überall. (Verena lacht) Also ganz klassisch mit meiner Website unter www.maader.de und ansonsten bin ich auf Instagram viel aktiv und auf LinkedIn vor allen Dingen - also das sind so meine bevorzugten Kanäle.

V: Alles klar. Ich pack das auch auf jeden Fall in die Shownotes rein, so dass die Links dann abrufbar sind für alle, die in den Bereich Unterstützung brauchen. Vielen Dank Simone!

S: Ich danke dir, Verena! Hat mir große Freude gemacht.

V: Tschüss!

S: Tschüss!

Simone Maader

Simone Maader

Simone Maader macht Menschen in kleinen und großen Unternehmen mit treffenden Inhalten das Online-Leben leichter: Sie befreit ihre Kund:innen von Blabla und Content-Chaos. Stattdessen bekommen sie überzeugende Inhalte, passende Strukturen und eine kluge Strategie an die Hand. Ihr Ziel: mit Sprache gestalten, bewegen und Menschen mitten ins Herz treffen.


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