Welche KI-Tools fürs Marketing nutzen? Meine Empfehlungen

Zuletzt aktualisiert am 15/04/2026

KI-Tools fürs Marketing gibt es wie Sand am Meer. Aber als Solopreneur brauchst Du keine 20 davon. Du brauchst die richtigen fünf. Als Marketingberaterin mit 25 Jahren Erfahrung zeige ich Dir in diesem Artikel meine aktuellen Favoriten nach Einsatzbereich, was sie wirklich können und worauf es bei der Auswahl ankommt. Damit Du Zeit sparst, statt sie mit Tool-Hopping zu verschwenden.


Jeden Monat gibt es neue KI-Tools. Jede Woche einen neuen Geheimtipp auf LinkedIn. Und ständig das nagende Gefühl: Nutze ich vielleicht die falschen?

Diese FOMO kenne ich gut. Ich teste selbst viel. Und ich beobachte bei meinen Kunden und Kundinnen immer wieder dasselbe Muster: Sie sammeln KI-Tools wie früher Leute Briefmarken.

Die Wahrheit ist ernüchternd und gleichzeitig befreiend: Du brauchst keine Sammlung. Du brauchst einen funktionierenden Stack. Laut McKinsey "State of AI 2025" nutzen bereits 88 % aller Unternehmen KI für mindestens eine Geschäftsaufgabe. Die meisten davon im Marketing. Das zeigt: KI ist kein Trend mehr. Aber es zeigt auch, wie voll der Markt ist.

Ich nutze als Solopreneurin selbst täglich KI-Tools fürs Marketing. In diesem Artikel stelle ich Dir vor, welche das aktuell sind, warum ich sie nutze und was ich von jedem einzelnen wirklich halte. Kein Hype, keine Affiliate-Links. Nur meine ehrliche Einschätzung.



Welche KI-Tools fürs Marketing brauche ich wirklich?

Solopreneure und Freelancer brauchen keine lange Liste von KI-Tools, sondern einen schlanken, verlässlichen Stack. Orientiere Dich an Deinen drei größten Zeitfressern im Marketing-Alltag. Dort fangen KI-Tools an, sich wirklich zu lohnen. Wer zu viele Tools gleichzeitig einführt, verliert mehr Zeit durch Einarbeitung, als er gewinnt.

Das klingt vielleicht banal. Aber ich sehe es wirklich häufig: Meine Kunden kommen mit einem halben Dutzend Tools, die sie halbherzig benutzen, und einem schlechten Gefühl, dass sie hinterherhinken.

Laut der Deloitte KI-Studie berichten Unternehmen, die KI konsequent einsetzen, von deutlich mehr Output bei gleichem Zeiteinsatz. Aber nur, wenn sie die Tools wirklich in ihre Arbeitsweise integrieren. Nicht, wenn sie jeden Monat etwas Neues ausprobieren.

Mein Rat: Fang mit einem Tool pro Einsatzbereich an. Nutz es wirklich. Und dann entscheide, ob Du mehr brauchst.


Recherche & Wissensarbeit

Wenn ich eine Information suche, etwas erklärt haben will oder mir schnell einen kurzen Überblick verschaffen möchte, nutze ich Perplexity. Perplexity fasst Antworten sehr gut zusammen und gibt die Quellen an. Außerdem hilfreich finde ich die weiterführenden Fragen, die mir oft noch weitere Aspekte zu dem Thema aufzeigen.

Wenn ich mich tiefer in ein Thema einarbeiten will, ist NotebookLM von Google mein Tool der Wahl. Ich lade Quellen hoch, zum Beispiel Studien, Artikel oder eigene Dokumente, und kann dann mit diesem Material arbeiten wie in einem Gespräch. Ich stelle Fragen, lasse Zusammenfassungen erstellen und bekomme Antworten, die direkt auf diesen Quellen basieren. Das ist deutlich zuverlässiger als ein allgemeines KI-Tool, das aus seinem Trainingsdatensatz antwortet.

Was ich außerdem toll finde: NotebookLM kann aus dem hochgeladenen Material einen Podcast generieren. Zwei KI-Stimmen diskutieren das Thema in einem natürlichen Gespräch. Klingt verspielt, ist aber erstaunlich hilfreich, um komplexe Inhalte auf dem Weg oder beim Sport zu verarbeiten.

Für tieferes Durchdenken nutze ich Claude. Wenn ich ein Thema nicht nur recherchieren, sondern wirklich durcharbeiten will, dann brauche ich ein Tool, das mitdenkt, nachfragt und Widersprüche aufzeigt. Dafür sind beide gut geeignet, je nach Aufgabe.


Kann KI meinen eigenen Schreibstil beibehalten?

Ja, das ist möglich. Aber nur, wenn Du dem Tool genau sagst, wie Du klingst. KI schreibt von sich aus generisch. Erst wenn Du Deinen Tone of Voice, Deine typischen Formulierungen und Deine Haltung als Eingabe mitgibst, kommt etwas heraus, das nach Dir klingt.

Ich habe meinen Schreibstil bei Claude hinterlegt. Das bedeutet: Ich gebe Thema, meine Gedanken und Kernbotschaft vor. Im Sparring mit Claude entsteht der Entwurf. Ich überarbeite ihn und reichere ihn mit meinen Erfahrungen und Geschichten an. Fertig ist ein Text, der zu mir passt, und das in viel weniger Zeit, als ich früher gebraucht hätte.

Wichtig dabei: Ohne eine klare Positionierung und eigene Markenbotschaft liefert KI Einheitsbrei. Wenn Du nicht weißt, wofür Du stehst, weiß die KI es auch nicht. Und dann klingt alles wie von allen anderen.

Das beobachte ich bei meinen Kunden ganz deutlich. Wer klare Positionierung hat, bekommt mit KI sofort bessere Texte. Wer noch sucht, produziert mit KI schneller Texte, die trotzdem nicht treffen.


Korrekturen

DeepL Write liest zuverlässig meine Texte und zeigt mir Fehler auf.
Alles, was ich im Browser schreibe, korrigiert das Browser-Plugin Language Tool.


Grafiken

Seit vielen Jahren ist Canva mein Grafiktool der Wahl. Die integrierten KI-Funktionen sind inzwischen wirklich hilfreich: Hintergrund entfernen, Bild an einer Seite verlängern, Gegenstände schnell entfernen etc. Das klappt schnell und sauber.

Für erklärende Schaubilder finde ich napkin.ai sehr hilfreich. Ich füge z.B. einen Textabschnitt aus einem Blogartikel ein, zu dem ich eine erklärende Grafik haben möchte, und bekomme verschiedene Varianten zur Wahl, die ich dann noch anpassen kann.

SEO

Hier nutze ich zwei KI-Tools (neben „normalen“ Tools):

Writerzen für die Keyword-Recherche, Keyword-Clustering etc.
Neuronwriter für die Optimierung von Texten für google&Co. Hier ist auch ein Writer integriert, den ich allerdings nicht nutze.

Meeting-Notizen & Zusammenfassungen

Für meine Kundenberatungen nutze ich seit 2017 Zoom. Hier kann ich den AI Companion aktivieren (wenn vom Kunden erwünscht). Der AI Companion erstellt Meetingnotizen, mit denen man auch chatten kann. Auch ein komplettes Transkript ist verfügbar.

Wie wähle ich das richtige KI-Tool für mein Business aus?

Das richtige KI-Tool ist das, das Dein größtes Zeitproblem löst und das Du wirklich regelmäßig nutzt. Drei Fragen helfen bei der Entscheidung:

  • Welches konkrete Problem soll das Tool lösen?
  • Werde ich es in meinen Alltag integrieren können?
  • Und passt es zu meiner Arbeitsweise, nicht zur Arbeitsweise anderer?

Klingt simpel. Aber die meisten Tool-Entscheidungen scheitern genau daran, dass diese Fragen nicht gestellt werden.

Ich sehe Solopreneure, die sich durch YouTube-Reviews kämpfen und am Ende das Tool kaufen, das am lautesten empfohlen wird. Das ist selten das richtige. Viel hilfreicher ist es, den eigenen Engpass zu kennen: Wo verlierst Du gerade am meisten Zeit? Beim Texten? Bei der Recherche? Beim Erstellen von Social-Media-Grafiken? Genau dort fängst Du an.

Wenn Du unsicher bist, welche KI-Tools für Dein Business wirklich Sinn ergeben, kann ich Dir dabei helfen, das herauszufinden. Schau Dir gern an, wie meine KI-Beratung aussieht.


Was KI nicht ersetzen kann

KI-Tools ersetzen keine klare Positionierung, keine eigene Haltung und keine echte Persönlichkeit. Sie multiplizieren, was bereits da ist. Ist der Markenkern unklar, produziert KI schneller generischen Content. Ist er klar, produziert KI schneller guten Content. Das ist der entscheidende Unterschied.

Ich sage das nicht, um KI schlechtzumachen. Ich nutze sie selbst täglich und schätze sie sehr. Aber ich erlebe es auch regelmäßig in der Beratung: Solopreneure, die hoffen, dass KI ihnen das Positionierungs-Problem abnimmt. Das tut sie nicht.

Was KI braucht: Deine Kernbotschaft. Deine Zielgruppe. Deine Stärken. Dein Ton. Erst wenn das steht, kann KI wirklich für Dich arbeiten. Nicht vorher.

Wenn Du noch dabei bist, diese Grundlage zu schaffen, findest Du im Positionierungs-Guide einen guten Einstieg. Und wenn Du in KI-Suchergebnissen sichtbar sein willst, dann ist eine klare Positionierung übrigens auch dort die Voraussetzung Nummer eins.


Fazit: Weniger Tools, mehr Wirkung

Drei Dinge, die ich Dir mitgeben möchte:

  • Bei allen Tools gilt: Sie sind eine Unterstützung und kein Ersatz! Den Human in the Loop braucht es immer. Aber sie sparen mir als Solopreneurin eine ganze Menge Zeit und Energie.
  • Damit was Ordentliches rauskommt, muss man sich schon damit beschäftigen. Also Prompting lernen, die Einstellmöglichkeiten nutzen und viel ausprobieren.  
  • Last but not least: Du musst wissen, wofür Du stehst, wer Deine Kunden sind, was Deine Botschaft ist, was Dein konkretes Angebot ist – Sonst kann Dir KI z.B. keine passenden Texte schreiben. Eine klare Positionierung bleibt also essenziell!

Wenn Du wissen willst, wie Du KI konkret für Dein Marketing nutzen kannst, ohne den Überblick zu verlieren und ohne wie ein Roboter zu klingen: Lass uns darüber sprechen. In einem kostenlosen Strategiegespräch schauen wir gemeinsam, wo KI Dir wirklich Arbeit abnehmen kann.


Häufig gestellte Fragen zu KI im Marketing

Welche KI-Tools sind für Solopreneure im Marketing wirklich empfehlenswert?
Für die meisten Solopreneure reicht ein schlanker Stack: ein KI-Assistent für Texte (Claude oder ChatGPT), ein Recherchetool (Perplexity), ein Korrekturtool (DeepL Write oder LanguageTool) und ein Grafikprogramm mit KI-Funktionen (Canva). Wichtiger als das einzelne Tool ist, dass Du es wirklich in Deinen Alltag integrierst und weißt, wofür Du es einsetzt.

Was kostet der Einstieg in KI-Tools fürs Marketing?
Viele der sinnvollsten KI-Tools für Solopreneure gibt es kostenlos oder für wenig Geld. Perplexity, LanguageTool und napkin.ai sind in brauchbaren Versionen gratis. ChatGPT Plus kostet 20 USD im Monat, Claude Pro liegt in ähnlicher Größenordnung. Canva Pro ist für ca. 110 Euro pro Jahr erhältlich. Du kannst also mit einem Budget von 20 bis 30 Euro im Monat sehr gut arbeiten.

Kann ich mit KI-Tools meinen eigenen Schreibstil beibehalten?
Ja, das ist möglich, aber nur mit der richtigen Vorbereitung. Du musst Deinen Tone of Voice, typische Formulierungen und Deine Haltung als Eingabe mitgeben. Wer seinen Stil bei Claude oder ChatGPT hinterlegt und gute Prompts schreibt, bekommt Texte, die sich deutlich nach der eigenen Stimme anfühlen. Komplett ohne Nachbearbeitung geht es trotzdem nicht.

Wie viel Zeit spare ich als Solopreneur wirklich durch KI-Tools?
Laut Deloitte Digital sparen GenAI-Nutzerinnen und -Nutzer im Schnitt 11,4 Stunden pro Woche. Das setzt aber voraus, dass man die Tools wirklich in Arbeitsprozesse integriert und nicht nur gelegentlich nutzt. Wer einmal pro Woche einen Text mit KI schreibt, spart ein paar Stunden. Wer KI systematisch für Recherche, Texte, Korrekturen und Grafiken einsetzt, kann einen erheblich größeren Effekt erzielen.

Was muss ich vor dem Einsatz von KI-Tools fürs Marketing klären?
Bevor KI-Tools wirklich gut für Dich funktionieren, solltest Du drei Dinge kennen: Deine Zielgruppe, Deine Kernbotschaft und Deinen eigenen Kommunikationsstil. Ohne diese Grundlage produziert KI generischen Content, der sich von allem anderen nicht unterscheidet. Eine klare Positionierung ist deshalb nicht nur für klassisches Marketing entscheidend, sondern auch für den sinnvollen Einsatz von KI.



Über Verena Voges

Verena Voges ist Marketing- und Positionierungsexpertin sowie Strategieberaterin mit über 25 Jahren Erfahrung. Sie unterstützt Solopreneure, selbstständige Berater & Coaches sowie B2B-Teams aus KMU dabei, ihre Marke klar zu positionieren, überzeugende Botschaften zu entwickeln und mit klugem Marketing sichtbar zu werden. Ihr Ziel: unvergleichbar werden und sich von der Masse abheben, aber ohne Marktgeschrei.
Ihr Ansatz verbindet Strategie mit Umsetzung – von Positionierungscoaching über Strategie-Workshops bis hin zur Umsetzungsbegleitung. Dabei setzt sie auf Storytelling und Elemente des Neuromarketings. Voges Marketing steht für Klarheit, Substanz und Bodenhaftung: ohne Fluff und Hype, dafür mit Hirn, Herz und Humor.


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