Braucht man 2026 noch eine Website? Warum KI und Social Media nicht ausreichen

Sind Websites out? Immer wieder wird laut darüber diskutiert, ob B2B-Unternehmen und Solopreneure überhaupt eine eigene Website brauchen. KI-Tools beantworten Fragen direkt. Ein LinkedIn-Profil gibt Sichtbarkeit. Social Media fühlt sich so viel einfacher und schneller an als eine Website.
Reicht doch eigentlich, oder? Tut es nicht. Ich erkläre Dir auch warum.

Also wozu 2026 noch eine Website?

In meiner Jugend gab es noch keine Webseiten. Daher kann ich sicher sagen, dass ein Leben ohne Websites möglich ist 😉

Meine Antwort lautet dennoch: Nicht jede Webseite ist notwendig. Aber jedes B2B-Unternehmen egal welcher Branche und auch jeder ernsthafte Solopreneur braucht einen eigenen digitalen Ort.


Was sich für Webseiten geändert hat

Ich habe im Jahr 2000 – damals in der New Economy – meinen ersten Job nach dem Studium in einer sog. „Internetagentur“ in Köln gehabt. Als Projektmanagerin und Konzeptionerin habe ich größere Webprojekte für Pharma-Unternehmen realisiert. Was sich seitdem bei mir eingebrannt hat, ist, wie wichtig und zentral eine Website für ein Unternehmen und für eine Marke ist. Das prägt mich bis heute. Auch wenn sich seitdem viel verändert hat.

Wir halten uns heute eher in den Feeds von Social Media auf, als dass wir zum Spaß verschiedene Webseiten ansurfen. Wir lesen in Apps. Wir klicken auf Links. Wir leben in Plattformen. Wir erwarten auch, dass Inhalte sofort da sind. Aufmerksamkeit wird knapper.

Gleichzeitig ist es für jeden möglich, in kürzester Zeit mit quasi null technischen Kenntnissen eine Website online zu bringen. Ein Profil ist sogar in wenigen Minuten erstellt. Und vieles davon kostenlos oder zu sehr geringen Kosten.

Und genau das ist das Problem.

Denn Sichtbarkeit ist nicht gleich Substanz. Und Reichweite ersetzt keine Strategie.

Eine Website bleibt ein zuverlässiger Kanal, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ich zeige Dir hier aus meiner langjährigen Erfahrung als Marketingberaterin die wichtigsten Gründe, warum Du auch 2026 überhaupt noch eine Website brauchst, um Kunden anzuziehen.


Die 9 Gründe, warum Du für Dein Unternehmen eine eigene Website brauchst

1. Glaubwürdigkeit erhöhen

Mag sein, dass ich hier altersbedingt einen anderen Blick darauf habe, als jemand mit 20. Für mich ist und bleibt eine Website immer ein Beweis, dass es die Person oder das Unternehmen auch wirklich gibt. Sie ist ein Vertrauenssignal für mich. Finde ich keine Website, macht mich das misstrauisch und ist ein K.-o.-Kriterium. Und genauso geht es Deinen potenziellen Kunden. Gerade im B2B. Viele sprechen zurzeit von einer Vertrauenskrise oder Trust Recession. Eine gute Website mit offener Kommunikation bietet die Möglichkeit, Dir und Deinem Unternehmen zu vertrauen. Sie fungiert sehr stark als Validierungsplattform.

Besonders wichtig für Solopreneure: Eine gute Webseite unterstützt Deinen Expertenstatus. Sie zeigt Dich als vertrauenswürdige Branchenautorität.


2. Unabhängigkeit und Kontrolle

Social Media wie LinkedIn oder Instagram sind natürlich wichtig, aber sie gehören Dir nicht.
Auf Social-Media-Plattformen spielst Du nach fremden Regeln. Algorithmen und Regeln ändern sich, Profile können gesperrt werden, Content-Formate ändern sich. Auf Deiner Website bestimmst Du über das Branding, die Reihenfolge und Struktur der Inhalte, den gesamten Ton, wie Du Deine Botschaft präsentierst, in welcher Tiefe Du Dich und Deinen Content zeigst.

Eine Website ist Dein eigener „Grund und Boden“ in der digitalen Welt. Sie gehört nur Dir bzw. Deinem Unternehmen. Du hast die Kontrolle darüber.

Ein weiterer Vorteil: Auf einer Website musst Du nicht jede Woche ein paar Mal posten, wie auf Social Media. Sie steht geduldig rund um die Uhr im Netz, zeigt Deine Kompetenz und verstaubt nicht so schnell.


3. Deine Website ist Dein strategischer Hub und zentrale Anlaufstelle

Sie ist der Dreh- und Angelpunkt in Deinem Marketing. Der Hub, wo sich alles sammelt und wo alles hinführt. LinkedIn, Newsletter, Vorträge, Empfehlungen => alles führt zu Deiner Website. Ohne Website verlaufen sich diese Wege aus den Inbound-Kanälen im Nichts.

Du kannst zum Beispiel Interessenten oder Kunden einen Link zu einer bestimmten Unterseite mailen. Oder technische Spezifikationen zu Deiner Leistung bereitstellen. Oder Videos mit tiefergehenden Details veröffentlichen.
Auf einer Website ist das leichter zu pflegen und aktuell zu halten, als dies mit z.B. Printmaterialien der Fall wäre. Und zudem auch kostengünstiger.

Die Website ist also der Ort, an dem Menschen sprich Deine Wunschkunden andocken und die Vertrauen schafft.


4. Warum LLMs und KI-Tools Deine Website als Datenquelle brauchen

KI braucht Kontext und den lieferst Du über Deine Website. SEO (Suchmaschinen-Optimierung) reicht heute nicht mehr, denn Nutzer verwenden nicht mehr nur klassische Suchmaschinen, um auf Inhalte zuzugreifen, sondern natürlich KI-Tools wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini u.ä. Du musst mit Deinem Angebot also auch bei diesen Tools sichtbar sein.

KI-Tools müssen wissen:
* was Du tust und was Dein Unternehmen anbietet
* wofür Du stehst
* für wen Du relevant bist.

Das passiert nicht über einzelne Posts oder Profile. Das geht nur über strukturierte Inhalte, klare Aussagen und Zusammenhänge. Deine Webseiteninhalte sind hier das Futter für KI-Systeme, da sie verschiedenste Inhalte integrieren. So hast Du die gute Chance, von KI-Tools wie ChatGPT & Co erwähnt zu werden.

Natürlich gibt es immer noch genug Menschen und viele Unternehmen, die auch ganz klassisch googlen und auf Links in den Suchergebnissen klicken. Also das Optimieren für google, wie Du es bisher kennst, bleibt weiterhin wichtig.

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5. Vertrieb beginnt lange vor dem Erstkontakt

Im B2B informieren sich Menschen ausführlich, bevor sie anfragen. Und dieser Zeitraum von der ersten Recherche bis zur Kontaktaufnahme ist lang. Eine gute B2B-Website kann Verkaufszyklen verkürzen. Geschwindigkeit und Verfügbarkeit ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, damit Dein Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt.

Die Bereitstellung von Preisinformationen, echten Kundenbewertungen oder Fallstudien oder auch schnelle Kontaktmöglichkeiten reduzieren die Reibung im Kaufprozess (übrigens für beide Seiten) und bauen das notwendige Vertrauen auf, in die engere Auswahl zu kommen.
Das alles sind Inhalte, die von den Mitgliedern des Einkaufsgremiums (also aller an einer Kaufentscheidung Beteiligten) intern geteilt werden. Dein Content solle also professionell und von Relevanz sein.

Interessanter Fakt:
61% der B2B-Käufer bevorzugen einen Kaufprozess, der komplett ohne Kontakt zu einem Vertriebsmitarbeiter auskommt, sagt eine Studie von Gartner.

B2B-Käufer haben rund 60% der Kundenreise schon hinter sich, bevor Sie zum Unternehmen Kontakt aufnehmen, sagt der 2025 B2B Buyer Experience Report von 6sense

Eine gut gemachte Website beantwortet vorab:
* Was macht dieses Unternehmen genau?
* Kann das unser Problem lösen?
* Passt es menschlich – ganz wichtig bei allen Dienstleistungen?

Das Ergebnis:

  • Spart Zeit: Die Website filtert unpassende Anfragen heraus und macht Dich und Dein Unternehmen attraktiv für genau die richtigen Menschen, sprich Deine Wunschkunden [LINK Blogartikel Wunschkunden definieren]
  • Bessere Gespräche: Es geht in den Gesprächen (wenn sie dann stattfinden) mehr ums Menschliche. Dass Du es fachlich drauf hast oder Dein Unternehmen top ist, ist durch den Webauftritt schon klar. Sonst würden Dich die Interessenten nicht kontaktieren.
  • Weniger Überzeugungsarbeit: Kundengespräche starten an einem ganz anderen Punkt. Du musst weniger verkaufen, als vielmehr da sein und letzte Fragen beantworten.
  • Höhere Abschlussquote: Das ist die logische Konsequenz aus den vorherigen Punkten.


6. Recruiting – Zuverlässig Mitarbeiter gewinnen

Eure Unternehmenswebseite ist der Ort, wo alle wichtigen Infos und Ansprechpartner aufgeführt sind. Ihr könnt Euer Unternehmen gut präsentieren und Euch so als attraktiven Arbeitgeber positionieren.
Eine sinnvolle Website ermöglicht einen möglichst einfachen Bewerbungsprozess. Ihr habt die Sicherheit und Kontrolle über die Daten der Bewerber.


7. Du kontrollierst das Erscheinungsbild

Eine Website heute kannst Du gestalten, wie Du willst. Texte so lang oder kurz, wie es passt. Fotos und Grafiken, so viel oder wenig, wie Du willst. Farben und Schriften nach Deiner Corporate Identity oder Geschmack. Du kannst die Navigationspunkte und alle Inhalte bestimmen. Du kannst Videos einbinden oder virtuelle Rundgänge durch Dein Unternehmen zeigen. Du kannst in FAQs wichtige Fragen beantworten.

Kurz: Auf Deiner Webseite hast Du die Kontrolle über alles. Du bestimmst, wie die Besucher Deiner Webseite Dich und Dein Unternehmen wahrnehmen und erleben. Du lenkst ihre Aufmerksamkeit geschickt auf die Punkte, die relevant sind, und leitest sie zum nächsten Schritt in der Customer Journey.

Also: Mit einer Website schaffst Du ein Markenerlebnis. Das ist nicht nur für größere Unternehmen relevant, sondern auch für Selbstständige und kleine Unternehmen.


8. Erreichbarkeit und Sichtbarkeit für alle

Abgesehen von Serverausfallzeiten ist Deine Website immer für alle erreichbar. Egal wo auf der Welt. Egal mit welchem Endgerät.
Es ist keine Anmeldung nötig, um die Seite und die Inhalte, wie Kontaktdaten des Kundenservice, Rezensionen oder Blogbeiträge zu sehen. Niemand muss sich erst ein Konto bei einem Social Media Kanal holen oder eine App installieren.
Kein Algorithmus entscheidet, wer Dich und Dein Unternehmen sehen darf.


9. Eine eigene Domain

Plattformen kommen und gehen. Was bleibt, ist die eigene Domain. Darüber sind wir immer auffindbar – egal ob solo selbstständig, Freelancer oder größeres Unternehmen.
Die Domain ist eine Konstante, die uns über die Plattformen und Kanäle begleitet.


Wie ich Dich und Dein B2B-Unternehmen in punkto Website unterstützen kann:

+ Konzeption der Website
+ Customer Journey durch die Website sinnvoll gestalten
+ Psychologisch wirksame Ansprache der Zielgruppen
+ Rolle der Website im Marketingmix klären
+ Struktur von Angebotsseiten, Über-uns-Seite, Startseite etc. erstellen
+ Feedback zu und CoCreation von Texten
+ Website „aufräumen“

Lass uns einfach mal sprechen und schauen, wie ich Dich unterstützen kann. Such Dir hier einen kostenlosen Gesprächstermin aus.


Häufige Fragen

FAQ - Brauchen Unternehmen 2026 noch eine Website?

Brauchst Du 2026 noch eine eigene B2B-Website?

Ja. Für B2B-Unternehmen und ernsthafte Selbstständige ist eine eigene Website 2026 weiterhin notwendig, weil sie Vertrauen schafft, Kontext liefert und unabhängig von Plattformen funktioniert. Sie dient im Jahr 2026 als zentrale Validierungsplattform.

Reicht ein LinkedIn-Profil statt einer Website aus?

Nein. Ein LinkedIn-Profil kann Sichtbarkeit erzeugen, ersetzt aber keine Website, weil Inhalte, Struktur und Reichweite dort fremdbestimmt sind. Eine eigene Website bietet Unabhängigkeit von Algorithmen.

Warum ist eine Website trotz KI wichtig?

Weil KI-Tools strukturierten Daten-Kontext und verlässliche Inhalte brauchen. Eine Website liefert den Kontext für Large Language Models (LLMs), um Angebote, Positionierung und Relevanz korrekt einzuordnen und Unternehmen korrekt zu kategorisieren. Sie fungiert als zentraler Hub für die Customer Journey.

Ist SEO 2026 überhaupt noch relevant?

Ja. Suchmaschinenoptimierung (SEO) bleibt relevant, ergänzt sich aber mit KI-Sichtbarkeit. Ohne suchmaschinenoptimierte Website fehlt die Basis für beide.

Was ist der größte Vorteil einer eigenen Website im B2B?

Der größte Vorteil ist Vertrauen. Eine professionelle Website fungiert als Validierungsplattform und unterstützt Kaufentscheidungen lange vor dem Erstkontakt. Sie unterstreicht die Autorität und Glaubwürdigkeit eines Unternehmens.

Wie hilft eine Website im Vertriebsprozess?

Eine Website beantwortet zentrale Fragen vorab, verkürzt Verkaufszyklen und sorgt für qualifiziertere Anfragen.

Brauchen Solopreneure wirklich eine eigene Website?

Ja. Eine Website stärkt den Expertenstatus, macht Leistungen nachvollziehbar und reduziert Abhängigkeiten von Social-Media-Plattformen. Sie ist das ideale Medium, um die Einzigartigkeit zu betonen und sich als Mensch greifbar zu machen.

Was passiert, wenn ein Unternehmen keine Website hat?

Ohne Website verlieren Unternehmen Kontrolle, Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Tools und KI-Systemen.

Ist eine Website nur ein Marketingkanal?

Nein. Eine Website ist der strategische Hub, in dem Marketing, Vertrieb und Positionierung zusammenlaufen.

Welche Rolle spielt die eigene Domain?

Die eigene Domain ist die konstante digitale Adresse eines Unternehmens – unabhängig von Plattformen, Trends oder Algorithmen.

Über Verena Voges

Verena Voges ist Marketing- und Positionierungsexpertin sowie Strategieberaterin mit über 25 Jahren Erfahrung. Sie unterstützt Solopreneure, selbstständige Berater & Coaches sowie B2B-Teams aus KMU dabei, ihre Marke klar zu positionieren, überzeugende Botschaften zu entwickeln und mit klugem Marketing sichtbar zu werden. Ihr Ziel: unvergleichbar werden und sich von der Masse abheben, aber ohne Marktgeschrei.
Ihr Ansatz verbindet Strategie mit Umsetzung – von Positionierungscoaching über Strategie-Workshops bis hin zur Umsetzungsbegleitung. Dabei setzt sie auf Storytelling und Elemente des Neuromarketings. Voges Marketing steht für Klarheit, Substanz und Bodenhaftung: ohne Fluff und Hype, dafür mit Hirn, Herz und Humor.


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