Ich muss skalieren und ein Team aufbauen! Echt???

Wenn Plätzchen, Rotwein, Kaminfeuer und Tannenduft bei mir in Homöostase sind, betätigt sich der Reset-Knopf in meinem Kopf quasi von alleine. So meine alljährliche Erfahrung zur Weihnachtszeit 😉 Diese Ruhe macht meinen Geist frisch für neue Gedanken.

In diesem Artikel möchte ich mit Dir ein paar dieser Gedanken und die Konsequenzen daraus teilen.

Eine Frage, die ich mir zum Beispiel (mal wieder) gestellt habe:

Wie kann ich skalieren? Und - muss ich das überhaupt?

Klar, mehr Cash in de Täsch ist was Feines. Doch was würde Skalieren für mich und meine Tätigkeit bedeuten?

Skalieren würde für mich bedeuten:

  • Angebote schaffen, in denen ich nicht so sehr drinhänge.
    Sprich meine Leistungserbringung von mir als Person und damit meiner Zeit entkoppeln. Das hieße zum Beispiel: Ein Gruppenangebot aufziehen, wo es Gruppen-Coaching-Calls gibt, eine Facebook-Gruppe zum gegenseitigen Austausch und ggf. Materialien (Videos, Workbooks etc.) zum Selbstlernen.
  • Um diese Angebote zu verkaufen, müsste ich launchen. Mit allem Gedöns, was dazu gehört.
  • Aufgaben outsourcen an eine oder mehrere Assistent:innen.
  • Ein Team aufbauen.
    Nur wenn man Mitarbeiter hat, ist man doch so richtig Unternehmerin, oder?!
    Das hieße: Coaches bzw. Berater:innen einstellen, die einen Teil meiner Kundenarbeit übernehmen.
    Damit verbunden: Mitarbeiterführung, Verantwortung für diese Menschen tragen, mehr Management-Aufgaben für mich.
  • Ausgeklügelte automatisierte Funnel einrichten, die meine automatisierten Produkte verkaufen. Das würde mir, wenn ich es klug aufziehe, bestimmt einen mehrfach sechsstelligen Umsatz einbringen.

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Hmh – will ich so skalieren?

Du merkst es wahrscheinlich schon: Ist nicht mein Ding. So überhaupt gar nicht.

Warum nicht? Ich wäre nicht mehr mit den Dingen beschäftigt, die mir wirklich gefallen und mir liegen. Ich würde viel meiner Freiheit, wie ich sie verstehe und leben, einbüßen.

Und was ist mit den ganzen Experten, die versprechen, ganz locker fünf- bis sechsstellige Umsätze zu machen – pro Monat versteht sich. Mindset muss halt stimmen. Und die Energiefrequenz. Nur der Leidenschaft folgen und alles wird gut. 🤨

Hmh – auch da hab ich so meine Zweifel.

Vielleicht hab ich auch einfach schon zu viele Menschen und Unternehmen in meinen 22 Jahren im Job gesehen.

Unternehmensaufbau geht nicht über Nacht.
Ist immer mit Einsatz, Arbeit, Hirnschmalz und Zeit verbunden (und manchmal auch mit Tränen).
Egal wie sehr Experte, High Energy oder sonst was.

(Vielleicht stimmt auch mein Mindset einfach nicht.🙄 )


Jedenfalls bin ich nach meinen gedanklichen Wanderungen wieder am Ausgangspunkt angekommen. Meinem jetzigen Punkt.
Einfach sechsstellig reicht.
Ich alleine reiche.
Ich will keine Mitarbeiter:innen haben – weder hier bei mir vor Ort noch sonst wo.
Ich will keine riesigen Gruppenprogramme launchen.
(Ich will überhaupt nicht launchen)

Ich will unbedingt weiter 1:1 arbeiten. Auch wenn es nur bedingt skalierbar ist.

Warum?

Erster Grund purer Egoismus: Das macht mir einfach unglaublich viel Spaß und ich habe immer das Gefühl, wirklich gute, hilfreiche Arbeit zu leisten (und das lässt mich nachts gut schlafen - und nach gutem Schlaf geht es mir besser 😂).

Zweiter Grund: Ich bin überzeugt, dass sich eine wirklich gute Positionierung oder Marketingstrategie eben nicht alleine erarbeiten lässt. Wahrscheinlich auch nicht in einer Gruppe, die immer ein wenig One-Size-fits-all ist (sein muss). Ein zweites Hirn, das Ahnung hat, hilft enorm.

Ich bin absolut vom Wert echter 1:1-Arbeit überzeugt. Wenn ich selbst Unterstützung und Rat brauche, buche ich selbst auch nie ein Gruppenprogramm, sondern suche mir jemanden, die/der mit mir alleine arbeitet.

Was mir wieder klar geworden ist, während ich mich durch zahlreiche Websites erfolgreicher (?) Menschen klickte: Ich spiele nach meinen Spielregeln. Ausschließlich. Immer.

My business – my rules.

Was nicht heißt, dass ich unreflektiert stur bin oder mir keinen Rat einhole oder nicht gerne dazulerne (ganz im Gegenteil, ich arbeite mit einer Mentorin und habe eine Mastermind, um nur zwei Beispiele zu nennen).

Es heißt aber, dass ich nichts mache „weil das alle machen, man das als wirklich erfolgreiche Unternehmerin so macht und das der einzig richtige Weg zu mehrfach sechsstelligen Umsätzen ist“.

Nur nochmal zum Klarstellen:

Ich finde weder Skalieren noch Gruppenprogramme noch Teamaufbau noch ausgeklügelte Funnel noch Unterstützung von Assistent:innen verwerflich.

Überhaupt nicht! Alles völlig legitim. Wenn es denn das ist, was Du wirklich machen willst.

Was ich ablehne und was mir zutiefst gegen den Strich geht, sind die in meinen Augen unhaltbaren, unehrlichen Heilsversprechen. Die Haltung, dass es einen einzig richtigen Weg zum Erfolg gibt ("Geheimformel"), und die manchmal schon fast Drückerkolonnenartigen Verkaufsmethoden eben dieser Expert:innen.

Ja, Businessaufbau darf Spaß machen.

Nein, es ist nicht immer alles nur leicht.

Ja, es ist schön, wenn man keine 80-Stunden-Wochen hat.

Nein, Du-musst-nur-Deiner-Leidenschaft-folgen ist keine gute Grundlage, um darauf ein Unternehmen aufzubauen.

Ja, Verstand einschalten hilft.

Nein, es gibt nicht die eine Formel, die für alle funktioniert.


Nicht umsonst ist mein Motto „Ohne Fluff und Hype“. Das habe ich mir in den letzten Wochen mal wieder bewiesen.

Und Du so? Was denkst Du übers Skalieren?



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