Eine Positionierung entwickelt sich immer weiter – Anita Leverenz

Interview mit Anita Leverenz,
WordPress-Mechanikerin & Datenschutzbeauftragte

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Verena: Hallo Anita. Schön, dass du heute da bist und dich meinen 14 Fragen zu Positionierung und Marketing stellst. Bevor ich dich jetzt vorstelle, fangen wir direkt mit der ersten Frage an, dann kannst du dich nämlich selbst vorstellen.

Wie ist deine Positionierung? Was machst du denn?

Anita: Hallo Verena. Schön, dass ich dabei sein darf. Ja, was ich mache – ich unterstütze Soloselbstständige dabei, ihre WordPress-Website sicher und stabil und vor allem datenschutzkonform aufzusetzen. Und unterstütze auch Webdesigner oder virtuelle Assistentinnen dabei, das für ihre Kunden zu liefern, indem ich ihnen entweder die Arbeit abnehme oder sie darin coache, wie sie es selber bewerkstelligen können. Genau.

Verena: Ja sehr schön. Das kannst du auch super, weil zu deiner ersten Zielgruppe zähle ja ich und du hast ja auch meine Website von der technischen Seite alles super sauber und datenschutzkonform aufgesetzt, denn das ist ja der Part, den ich persönlich nicht so schätze.

Anita: Ja, die wenigsten haben Spaß daran.

Was bedeutet denn deine Positionierung für dich?

Anita: Klarheit. Klarheit für mich selbst. Als Metapher so, es ist so ein bisschen wie Mannschaftssport. Also Basketball, Fußball, Handball. Ich weiß, in welcher Sportart ich mich bewege, auf welchem Spielfeld ich mich bewege, und welche Position ich habe. Bin ich der Torwart, bin ich der Stürmer? Um in der Sportmetapher zu sprechen. Und für mich bedeutet meine Positionierung, ich weiß genau, was ich liefere, was ich anbiete, für wen ich es anbiete und kann das dann auch dementsprechend kommunizieren. Klarheit für mich und Klarheit nach außen.

Wie bist du den auf deine klare Positionierung gekommen?

Anita: Langsam. Die Thematik war relativ klar. Ich habe früher als Angestellte schon in den Bereichen gearbeitet, also in der Programmierung. Und durch meinen damaligen Arbeitgeber bin ich auch zum Datenschutz gekommen, er fand nämlich eine gute Idee, dass ich das machen muss. Meine Begeisterung war am Anfang ungefähr die, die du zum Thema hast.

Verena: Das heißt, bei mir ist noch nicht Hopfen und Malz verloren.

Anita: Ach, wer weiß. Dann habe ich mich eingearbeitet und festgestellt: boah, geil. Spannend. Und habe diese zwei Punkte zusammengebracht, nämlich den technischen Aspekt von Webseiten und den Datenschutz, weil da auch viel zusammenhängt. Das war also von dem her, was mein Leistungsangebot ist, hat sich das so ergeben. Das macht mir halt Spaß, da fühle ich mich drin wohl. Aber dieses Wie genau? Für wen genau? Unter welchen Umständen? Mit welcher Methodik? Diese Bereiche der Positionierung, die haben sich wirklich langsam peu à peu, ergeben. Vieles durch Bauchgefühl. Oftmals war es so „das passt mir nicht, das gefällt mir nicht, was kann ich daran ändern?“ und dann die Erkenntnis, das liegt mit an der Positionierung. Ja und dann irgendwann mal die Klarheit zu haben, du musst das wirklich auf den Punkt bringen. Das ist mir schwergefallen und da habe ich mir dann Hilfe geholt. Also dementsprechend war es langsam, das ist auch nicht wirklich ein greifbares Feld. Man liest zwar oft Regeln dazu, aber die sind dann beim Lesen verständlich oder beim Hören, aber in der Umsetzung steht man dann da und „Hä?“. Also so ging es mir. Von dem her, langsam.

Was waren deine größten Hürden auf dem Weg?

Verena:  Also was fandest du jetzt besonders schwierig? Also ich habe jetzt einmal entnommen dieses von der Theorie sozusagen in die eigene Praxis das umsetzen. Also theoretisch weißt du, du musst dich mit deiner Zielgruppe befassen, aber das dann tatsächlich in die Praxis umzusetzen, was bedeutet das für einen selber. Also wie finde ich tatsächlich meine eigene Zielgruppe, die zu mir passt. Das ist offensichtlich eine große Hürde gewesen. Was ist da noch schwierig gewesen?

Anita: Schwierig gewesen war, wenn man anfängt sich mit dem Thema zu befassen, also so ging es mir, wenn man anfängt sich mit dem Thema zu befassen, dann kriegt man so dieses du musst dies, du musst das, ohne dem geht es nicht. Ganz arg schwierig, weil das so aufgesetzte Schemata sind, die ja nicht unbedingt für jeden passen. Das musste ich erst mal erkennen. Dieses du musst theoretisch ja, aber nicht unbedingt so, weil es nicht für mich passt. Da habe ich also viele kleine Irrwege bin ich gegangen, weil ich der Meinung war ich muss, okay, dann machen wir das eben. Nein, funktioniert nicht. Warum? Man frustriert sich dadurch dann auch relativ zügig. Auch so eine Erfahrung. Ja es war einfach, das Erkennen, wie umsetzen? Also wirklich von der Theorie in eine für mich passende Handlung zu kommen. Das war so das Schwierigste. Ich kann es gar nicht so auf den Punkt genau benennen. Das ist so, weil es ja einfach zu einem selber passen muss. Ich bin kein Marktschreier, also hier so nach dem Schema Hamburger Fischmarkt. Das mag dem einen liegen, mir gar nicht. Ich mag es mehr so, wenn ich wahrgenommen werde, ohne dass ich laut sein muss.

Hattest du in diesem Prozess jemals Angst, dass du zu eng oder zu nischig oder zu einseitig aufgestellt bist?

Anita: Ja, natürlich. Ich glaube, es geht jedem Selbstständigen so, dass er da am Anfang alles für jeden, weil ich brauche Kunden. Ich habe aus der Not heraus gegründet und brauchte nothalber dann auch wirklich jeden Cent. Und man hatte immer Angst, dass wenn man irgendwo eine Einschränkung macht, dass man Geld verliert, das man zwingend braucht. Also da bin ich ganz ehrlich. Und es ging schon los mit „Du“ oder „Sie“. Also das war die allererste große Hürde. Also ich habe am Anfang gesiezt, weil macht man so. Als ernstzunehmende Geschäftsfrau muss man. Und ich habe mich damit aber nie wohlgefühlt. Und dann irgendwann wirklich mal nach langem Hin und Her mit mir selber ach, scheiß drauf, jetzt mach es doch einfach. Duze. Und ich hatte so Bauchweh, ich hatte so Bauchweh, Verena. Ich kann es dir gar nicht sagen. Und es hat sich gezeigt, es war das Richtige. Und ich bin so froh um die Entscheidung. Und so gibt es viele kleine Sachen, die einfach von den Entscheidungen her, wo man an sich gezweifelt hat, soll ich das Angebot rausnehmen, soll ich es enger stricken, wie groß ist meine Zielgruppe, wen spreche ich eigentlich an, bin ich hier für alle da oder nur für wenige. Es gab jedes Mal immer ein bisschen Bauchweh. Weil ich mir natürlich Sorgen gemacht habe, was ist das für eine Konsequenz? Klappt der Plan auch wirklich? Man plant ja viel, aber nicht alles klappt dann. Also ja klar, ich glaube wie jeder Selbstständige hatte auch ich da so meine Bauchschmerzen zwischendurch.

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Wo ist für dich der größte Vorteil von so einer sehr klaren Positionierung?

Verena: Klarheit hattest du angesprochen.

Anita: Genau.

Verena: Ja. Wie äußert sich das? Wie fühlt sich Klarheit an? Also warum fühlt sich Klarheit für dich gut an?

Anita: Ich bin ein Mensch, der keine Überraschungen mag. Ich bin gerne vorbereitet und weiß, was auf mich zukommt. Und Klarheit ist ein wesentlicher Teil davon. Einfach im Groben zu wissen was auf einen zukommt, agieren zu können, Pläne schmieden zu können, vorbereitet zu sein. Zum anderen auch für mich, für interne Strukturen. Also ich habe zum Beispiel irgendwann mal eingeführt, dass man mich nicht einfach spontan anrufen kann, weil das meinen Workflow stört. Ich empfinde es so, dass es mit in die Positionierung reinspielt, weil es eine Art und Weise ist, wie ich arbeite. Und das gehört mit dazu. Und je klarer ich wurde, desto besser konnte ich meine Spielregeln, mit denen ich gut klarkomme, mit denen ich besser arbeiten kann, mit denen ich bessere Qualität liefern kann und mich persönlich auch wohler fühle, viel besser definieren. Ja. Es bleibt letztendlich Klarheit. Das ist das Ding.

Wie überprüfst du, ob das alles noch so stimmig ist?

Verena: Ist das mehr so on the fly sozusagen oder hast du da irgendwie ein Ritual, mit dem du das regelmäßig überprüfst?

Anita: Ganz, ganz groß Bauch. Also sobald sich irgendwas nicht mehr stimmig anfühlt, komme ich mittlerweile schnell auch darauf, bei der Positionierung zu prüfen. Also das war am Anfang nicht, weil ich den Zusammenhang nicht verstanden hatte. Ich bin jetzt dabei, auch Zahlen zu integrieren. Also wirklich mir meine Statistiken zu erstellen und daran dann langfristig prüfen zu können, welche Maßnahmen funktionieren gut, welche funktionieren nicht gut? Was bringt mich weiter, was tut mir gut, was tut meinem Business gut und daran weiter an der Positionierung arbeiten. Ich glaube, das ist nämlich eine Never ending Story. Man will immer dran feilen, so wie eine Website nie fertig ist oder das Lernen nie aufhört, ist auch Positionierung eine Sache, die stetig passiert.

Verena: Weil sich ja auch die Außenbedingungen ändern. Also die Rahmenbedingungen außen ändern sich ja auch und dann muss man sich da entsprechend auch anpassen.

Anita: Genau. Und das dann halt regelmäßig zu überprüfen. Ich mache das jetzt nicht nach Kalender, sondern wie gesagt, wenn mein Bauch sagt okay, hier irgendwie war das jetzt die siebte Woche, die nicht so toll war, was stimmte denn da nicht? Das ist ja immer so eine unterschwellige Unzufriedenheit. Also bei mir. Und dann kann ich nachgucken, ich weiß mittlerweile, es hängt dann auch unter Umständen an der Positionierung. Formulier dich klarer, du hast hier zu schwammig formuliert, du bist nicht klar gewesen. Da sind wir wieder bei der Klarheit. Und das Ganze möchte ich jetzt auch in Zahlen, Daten, Fakten erfassen können, dass ich da einfach noch gezielter mit arbeiten kann.

Mit welcher Art von Menschen arbeitest du den am liebsten zusammen?

Verena: Du hattest ja deine Zielgruppe beschrieben, aber wie müssen die Menschen denn ticken, mit denen du gerne arbeitest?

Anita: Genau. Menschen die gut zu mir passen. Humorvoll, einen tollen Charakter haben, nicht menschenfeindlich oder tierfeindlich gesinnt sein. Also ich finde einfach, da hängt viel mit dem Wertesystem zusammen. Ich muss mich wohlfühlen mit meinem Gegenüber, weil nur dann macht mir die Arbeit Spaß. Und Spaß ist halt. Ja, das Leben ist kein Ponyhof, aber wenn ich es steuern kann, bin ich natürlich glücklich, wenn mir meine Arbeit Spaß macht und kein notwendiges Übel ist. Dafür bin ich auch selbstständig.

Verena: Ja, absolut.

Anita: Im Prinzip Punkt eins, ich muss natürlich die Problemstellung behandeln können. Es bringt jetzt nichts, wenn du mit einem gebrochenen Bein ankommst und ich sage ja, das hat jetzt nicht viel mit Datenschutz und Technik zu tun. Das ist natürlich maßgeblich. Und zum zweiten, wir müssen gut zusammenpassen. Perfekt ist, wenn ich so den inneren Impuls habe, ja, mit der Person würde ich auch einen Kaffee trinken gehen. Einfach so. Das wäre dann so das I-Tüpfelchen.

Woher weißt du denn, was du im Marketing machen sollst?

Verena:  Also auswählst aus den zehn Millionen Dingen, die man tun muss, darf, kann, sollte, …

Anita: Zum einen gucken, was ist überhaupt möglich? Also ich schaue immer welche Tipps es gibt. Dann das wo ich im ersten Augenblick denke ja, damit könntest du dich wohlfühlen. Weil, wie gesagt, Hamburger Fischmarkt ist nicht meins. Zum Suchen ja, aber nicht zum selber agieren. Und dann trial and error. Gucken was funktioniert, was funktioniert nicht. Was gelingt mir auch gut? Und aktuell halt auch, wo ich momentan auch stark dran arbeite, was gelingt mir auch mit Regelmäßigkeit leicht? Also ich bin ja Verfechter der Leichtigkeit, es darf gerne fluffig laufen. Von dem her, ich probiere mich aus.

Und was machst du im Moment am liebsten? Was ist so dein Lieblingsmarketingding zurzeit?

Anita: Am liebsten momentan aktuell ist es Instagram. Das macht mir am meisten Spaß, weil mehr und schöneres Feedback kommt, wie jetzt zum Beispiel auf Facebook. Also bei mir so Social Media im Allgemeinen. Ich habe Facebook, ich habe Instagram und ich bin jetzt frisch auch auf LinkedIn etwas aktiver und versuche mich da einzufühlen, was gut für mich passt. Und Instagram ist momentan das, wo ich mich mit am wohlsten fühle. Das ist einfach, auch von der Interaktion mit den Leuten her und der Workflow, den ich für mich gefunden habe. Das ist so das, was sich momentan am stimmigsten anfühlt.

Verena: Okay. Also du hast ja jetzt Klarheit angesprochen, dass du auch Spaß an der Arbeit haben möchtest. Dass es dir wichtig ist, mit Leuten zusammen zu arbeiten, die dir auch liegen. Also ich habe so das Gefühl, du bist so mit Herz und Seele selbstständig und Unternehmerin.

Was begeistert dich denn am meisten? Jetzt sowohl an deinem Business, als auch an dem Unternehmerdasein?

Anita: Nun, ich habe ja aus der Not heraus gegründet. Ich wollte nie selbstständig sein. Wie kann man so doof sein? Im Nachhinein. Und erst recht nicht irgendwie im IT- Bereich, viel zu wackelig. Das beste was mir je hat passieren können, war dass ich in die Selbstständigkeit gehen musste. Dass das damals die einzige Möglichkeit, oder die einzige Möglichkeit wieder selbstbestimmt zu leben. Und genau das ist es. Selbstbestimmt. Also ich bin ein wahnsinnig freiheitsliebender Mensch. Ich mag es nicht, wenn man mir irgendwas diktiert. Es geht bei den Arbeitszeiten los, mit wem ich arbeiten muss, wie ich arbeite oder so. Und das kann ich jetzt alles selber entscheiden. Natürlich bringt das auch hier und da Hürden mit sich oder Sorgen, wenn man planen muss, wenn man gucken muss, was passt, was passt nicht? Aber diese Freiheit, also das ist wirklich das Ultimative für mich. Dieses Selbstbestimmte. In meinem Tempo, in meinem Rhythmus, zu meinen Bedingungen. Denn dann kann ich die beste Leistung bringen. Das ist einfach der Punkt, den ich an der Selbstständigkeit als Solches als Non-Plus-Ultra. Ich kann nie wieder in die Angestelltenzeit.

Verena: Ich bin da völlig bei dir. Da geht es mir zu hundert Prozent ganz genauso.

Anita: Und jetzt habe ich den zweiten Teil der Frage vergessen.

Verena: Was dich jetzt an deiner Arbeit am meisten begeistert. Also inhaltlich, fachlich gesehen.

Anita: Inhaltlich, fachlich. Ganz unterm Strich, wenn ich anderen Menschen dadurch einen großen Schritt weiterhelfen kann. Wenn ich ihnen eine Sorge abnehmen kann, wenn ich zu Aha-Erlebnissen führen kann. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen „hm“, aber wenn ich am Schluss so die Heldin bin, die das Problem gelöst hat. Ich bringe es in Bezug mit meiner Steuerberaterin. Mir geht es mit Steuerkram so wie vielen anderen mit DSGVO. Das ist ein rotes Tuch, mir wird jedes Mal schlecht, ich habe jedes Mal Bauchweh und ich will es gar nicht machen. Und dann melde ich mich bei meiner Steuerberaterin und dann, zack zack zack, hat sie das erledigt und sie ist einfach meine Heldin. Und das möchte ich für meine Kundinnen sein, da fühle ich mich gut drin, da gehe ich auf und freue mich immer, wenn das auch so funktioniert.

Verena: Ja super. Du hattest ja vorhin gesagt, das ist natürlich wie bei jedem von uns, auch wenn das nach außen vielleicht immer so ein bisschen anders dargestellt wird, aber jeder macht Fehler, bei jedem läuft nicht immer alles nach Plan oder wie man sich das so idealerweise vorstellt. Fehler haben ja auch durchaus was Positives. Man kann sie eh nicht zu Gänze vermeiden. Also wenn man Fehler macht, schön, dann sollte man ja nicht nur ärgern, sondern einfach gucken, was kann ich daraus lernen? Rückblickend für die Zukunft dann.

Aus welchem Fehler oder Fehlern oder falschen Entscheidungen oder wie auch immer du das bezeichnen möchtest, hast du denn für dich in deinem Business am meisten gelernt?

Anita: Also ich finde eines der größten Fehler, auf die ich immer wieder, auch heute noch, reinfalle, ist mein Perfektionismus. Andererseits ist es ein Qualitätsmanagement. Von dem her ist es eine Gratwanderung. Der Fehler am Anfang war, sich zu sehr auf der einen Seite dieses Grates zu befinden und sich dadurch selbst zu blockieren, also nicht ins Handeln zu kommen, vor lauter „ah das passt noch nicht, das ist noch nicht stimmig, das muss aber noch“. Was auch am Anfang ein Fehler war, war vielleicht zu viel Wissen aufzusaugen, ohne das neue Wissen auch direkt umzusetzen. Sich durch dieses viele überall ein bisschen her klauben, sich dann auch verunsichern lassen. Das ist glaube ich ein Punkt, den ich heute definitiv anders machen würde. Also viel mehr auch auf meinen Bauch hören, der weiß meistens, was in die richtige Himmelsrichtung ist, sagen wir es mal so. Vielleicht nicht jeden einzelnen Pfad und jeden einzelnen Schritt, aber in welche Richtung es gehen darf, also viel mehr auf den Bauch hören und weniger auf außen hören. Mehr Selbstvertrauen. Das ist unterm Strich so dieses, sich selber in seinem Gefühl mehr vertrauen, auch in solchen Bereichen. Das finde ich ganz arg wichtig.

Auf welche drei Dinge könntest du denn in deinem Arbeitsalltag nicht verzichten?

Verena: Also Computer, Internet, Telefon, solche Basics jetzt mal ausgenommen. Das nehmen wir mal als gesetzt an. Es können Tools sein, irgendwelche Rituale die du machst, was auch immer.

Anita: Kaffee. Ohne Kaffee geht gar nichts. Was ist noch unverzichtbar mittlerweile? Mein Todoist. Weil es mir einfach die Last aus dem Hinterkopf nimmt, an sämtliche tausend Kleinigkeiten zu denken. Ich kann wahnsinnig schnell auch aus dem Email-Programm heraus mir Notizen machen, das ist so toll. Überhaupt Tools, die so ineinandergreifen und Workflows vereinfachen. Da wäre Notion, was ich für Planungen verwende, Notizen sammeln und so weiter, Evernote. Und meine Terminbuchung.Ich bin so glücklich mit meiner Online-Terminbuchung.

Verena: Welches Tool nimmst du denn dafür?

Anita: Ich habe Bookly. Das ist selbst gehostet im WordPress (DSGVO). Und das war eine der besten Integrationen, die ich gemacht habe. Das nimmt so viel hin und hergewurschtel raus. Man kann einfach automatisiert seinen Termin buchen. Du kennst das, du nutzt auch Online-Terminbuchung. Also das einzuführen, das war das Non-Plus-Ultra. Das ist also das Ding, auf das ich gar nicht verzichten möchte. Das Handy vielleicht einen Tag abgeben, okay. Aber nicht meine Terminbuchung. Das war eine extreme Erleichterung. Ja, und dann Feedly. Ich bleib immer gerne auf dem neuesten Stand. Also wenn man fürs Lernen bezahlt werden könnte, wäre auch das eine mögliche Selbstständigkeitsvariante. Von dem her Feedly, damit ich einfach neue Impulse von außen kriege oder auch gucken kann, wo möchte ich noch tiefer einsteigen. Das ist auch ganz arg wichtig für mich.

Welchen Tipp kannst du denn anderen Unternehmern/Unternehmerinnen geben? In Punkto Positionierung und Marketing.

Anita: Macht euch schlau, welche Möglichkeiten es gibt, so als grobe Bandbreite, welche Varianten von Marketingformen es gibt. Kläre unbedingt mit deinem Bauch ab, was zu dir passen könnte, auch wenn es sich im ersten Augenblick vielleicht nicht ganz so gemütlich anfühlt. Komfortzone darf man verlassen, tut immer gut. Bringt einen auf mehreren Facetten weiter. Und dann hol dir unbedingt einen Blick von außen. Das ist wichtig. Davon bin ich ein großer Verfechter, ich nenne es immer das Doktor House Phänomen, ich weiß nicht, wer die Serie Doktor House kennt. Er hat ein Team, die Ideen reinbringen und er kommt dann auf die Idee, was ist die Krankheit, was ist die Ursache und findet die richtige Behandlungsmethode. Aber er findet sie halt nur, weil sein Team ihm die Impulse gibt. Und das ist auch hier ganz arg wichtig. Du kannst in deinem eigenen Kämmerlein sitzen und Suppe kochen und die wird nie perfekt. Sie wird nie irgendwie, es fehlt immer so das gewisse Etwas. Und dafür braucht es meiner Meinung nach unbedingt einen Blick von außen. Ein Gesprächspartner, der sich damit auskennt, der Impulse gibt, der Vorschläge bringt, der auch mal einen anderen Blick ermöglicht. Oder auch Umsetzungstipps bringt. Holt euch unbedingt einen Blick von außen, das hat mich so wahnsinnig weitergebracht.
Das übrigens zu den Fehlern, das hätte ich auch schon zwei Jahre früher machen dürfen. Ich habe zu lang gewartet. Das würde ich zum Beispiel auch, warte nicht so lange.

Verena: Vielen Dank, Anita, für deine tollen Einsichten, Einblicke in deine Denkweise, Handlungsweise, super. Hat mich sehr gefreut, mit dir zu sprechen.

Anita: Dankeschön, dass ich dabei sein durfte. Hat mir auch viel Spaß gemacht.


Anita Leverenz

Anita Leverenz

Anita Leverenz ist WordPress-Mechanikerin und zertifizierte Datenschutzbeauftragte. Sie ist die Ansprechpartnerin für stabile, sichere und DSGVO-konforme WordPress-Websites und unterstützt zum einen Solopreneure bei ihren Websites und zum anderen schult sie Webdesignerinnen und Virtuelle Assitentinnen darin, wie sie selbst für ihre Kunden stabile, sichere und DSGVO-konforme Websites erstellen können.
Anitas Credo: "DSGVO darf einfach sein und ich zeige dir wie's geht!"
Mit Charme, Witz und dem Feingefühl für verständliche Erklärungen nimmt sie Ängste und zeigt praktikable Lösungen.


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